Kosten für Alten- und Pflegeheime

Die Höhe der Heimkosten ist sehr unterschiedlich und von mehreren Faktoren abhängig. So kommt es etwa darauf an, in welchem Bundesland das Heim liegt und ob es sich um eine öffentlich oder privat geführte Einrichtung handelt.

In vielen Heimen setzen sich die Gebühren aus einem Grundbetrag und einem Zuschlag entsprechend dem Ausmaß der Pflegebedürftigkeit, meist in Anlehnung an die Höhe des Pflegegeldes, zusammen.

Neben dem Pflegegeld, der Pension oder Rente wird auch das sonstige Einkommen und verwertbare Vermögen zur Deckung der Heimkosten herangezogen. Wenn das Einkommen und das verwertbare Vermögen zur gänzlichen Abdeckung der Heimkosten nicht ausreichen, kommt meist die Sozialhilfe/Mindestsicherung für den Restbetrag auf.

In einem solchen Fall verbleiben der Heimbewohnerin/dem Heimbewohner 20 Prozent der Pension samt Sonderzahlungen sowie 44,30 Euro Pflegegeld als Taschengeld monatlich.

Kostenersatz durch Dritte (z.B. Ehegattin/Ehegatte)

Die Bundesländer haben verschiedene Kostenersatzansprüche (Pflegeregresse) gegenüber Dritten (z.B. Ehegattin/Ehegatte) vorgesehen, um ihre Aufwendungen wieder ersetzt zu bekommen. Kinder werden zum Ersatz für die offenen Pflegekosten ihrer Eltern im stationären Bereich nur in der Steiermark herangezogen.

Weitere Informationen finden sich auf den Seiten der einzelnen Bundesländer:

In manchen Bundesländern existieren Bestimmungen, die eine Kostenersatzpflicht auch für Geschenknehmerinnen/Geschenknehmer vorsehen, denen die Heimbewohnerin/der Heimbewohner – je nach Bundesland, drei bis fünf Jahre vor, während und drei Jahre nach der Hilfestellung – Vermögen geschenkt oder sonstwie ohne Gegenleistung übertragen hat. Der Kostenersatz kann dabei bis zum gesamten Wert des übertragenen Vermögens gehen. Diesbezüglich ist auf die jeweiligen Landesgesetze zu verweisen.

Stand: 03.03.2014
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Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion
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Quelle: HELP.gv.at

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